Ausflug zum Spittelberg:
Das „Dorf in der Stadt Wien“

Der Spittelberg ist eindeutig eines der schönsten Grätzel Wiens. Es ist die zweitgrößte Fußgängerzone der Stadt mit vielen idyllischen Plätzen und Gässchen.

Die zahlreichen Gastgärten und kleinen Läden voller Kunsthandwerk bieten eine heimelige Atmosphäre und sind bei einem richtigen Wien-Besuch einen Abstecher wert. Fernab von Straßenlärm und Innenstadtstress kann man hier im Sommer wie im Winter die Seele baumeln lassen und unter den großen Linden auf den vielen Parkbänken Energie und Inspiration tanken. Während im Sommer die Wiener bei einem Viertel Wein in den zahlreichen Gastgärten die warmen Nächte genießen, verwandelt sich der Spittelberg im Winter in den Lieblingsweihnachtsmarkt der Wiener.

Und zurecht: Die Stände haben viel Regionales und Selbstgemachtes zu bieten und die Atmosphäre des „Dorfs in Wien“ macht einen Besuch einfach einzigartig und besinnlich in der oft so stressigen Weihnachtszeit. Besonders lecker sind die frisch zubereiteten Kartoffelpuffer; leider ist dies kein Geheimtipp mehr, denn hier stehen Sie gut 15 Minuten an – aber die Wartezeit lohnt sich!

Die Innere Stadt –
abseits der Touristenpfade

Zugegeben, im 1. Bezirk geht es vor allem in der Hochsaison oft drunter und drüber. Verständlich, es gibt hier auch so viel Schönes und Beeindruckendes zu sehen! Falls Sie dann doch mal wieder „Luft schnappen“ möchten und Orte entdecken wollen, wo nicht alle sind, erkunden Sie doch mal unsere Geheimtipps.

Direkt hinter unserem Standort Sonnenfelsgasse finden Sie ein wenig versteckt das Fenstercafé. Nomen est omen: Dieses zuckersüße Café ist wirklich nur ein Fenster und bietet tagsüber erstklassigen Take-Away Kaffee zu einem Top Preis (Espresso: 0,95 €).Wenn Ihnen im Stephansdom zu viel los ist, haben wir eine tolle Alternative direkt um die Ecke beim Graben: Die Kirche St. Peter ist von außen unscheinbar, aber von innen mindestens genau so beeindruckend wie das Wahrzeichen Wiens – und das ohne Touristenmassen.

Hier kann man die Deckenfresken und Wandmalereien in Ruhe bewundern.

Wer traditionell österreichisch essen möchte aber beim Figlmüller oder im Plachutta keinen Platz mehr bekommt, versucht doch einfach mal Kern’s Beisl oder Weibel’s Wirtshaus. Beide sind bei den richtigen Wienern äußerst beliebt und bieten tolle österreichische Gerichte zu fairen Preisen.

Geschichte

Der 1. Wiener Gemeindebezirk, oder auch genannt Innere Stadt, bildet den historischen Kern der Hauptstadt Österreichs. Grundsätzlich ist der 1. Bezirk mehr oder weniger durch die Wiener Ringstraße abgegrenzt. Bis 1850 war Wien ausschließlich der erste Bezirk – bis die anliegenden Gemeinden dazu genommen wurden. Bis heute ist der erste Bezirk das politische, wirtschaftliche und geistliche Zentrum der Hauptstadt.

Sehenswürdigkeiten

Wir finden ja, der ganze erste Bezirk Wiens ist sehenswürdig – hier finden Sie dann doch „nur“ die Highlights der Inneren Stadt.

Um das Äußere zu erkunden, empfehlen wir einen sportlichen Spaziergang am „Ring“ (Wiener Ringstraße). Hier können Sie alle großen Bauwerke Wiens bewundern. Am besten packen Sie Ihren Reiseführer ein und lesen gleich laut mit. Für alle Gemütlicheren unter uns gibt es die historische Wiener „Ringtram“ mit Audioguides, die täglich auf der Ringstraße kursiert und alle wichtigen Informationen zu Rathaus, Universität, Parlament oder Hofburg bereit hat.

Um das wahre Zentrum der Stadt zu entdecken, nehmen Sie den Stephansplatz als Startpunkt einer Tagestour und werfen gleich einen Blick in den wahrhaftig einzigartigen Stephansdom. Auch der Aufstieg zum Südturm über 343 Treppen ist ein tolles Erlebnis für aktive Besucher! Danach haben Sie mehrere Möglichkeiten: Die Shoppingbegeisterten gehen in die Kärntner Straße oder Rotenturm Straße, für mehr Sightseeing biegen Sie „am Graben“ ab. Vorbei an der Pestsäule biegen Sie am Ende links ab und gelangen direkt zur Spanischen Hofreitschule, zur Hofburg und zum Heldenplatz. Wenn Sie noch ein wenig Zeit übrig haben, können Sie diese Route auch mit dem Fiaker fahren und sich wie in barocke Zeiten versetzt fühlen.

Kunst & Kultur

Die barocken Bauten des 1. Bezirks laden direkt in ein anderes Zeitalter ein. Spaziergänge ein wenig abseits der Touristenpfade – z.B. durchs Blutgassenviertel oder Wollzeilenviertel – haben viele versteckte Innenhöfe zu bieten, wo man die typischen „Pawlatschen“ sehen kann.

Museumsbegeisterte Besucher sind im ersten Bezirk quasi im Paradies angelangt. Die Albertina lockt mit modernen Ausstellungen zu Kunst und Film, in der Hofburg erfahren Sie so einiges über die (politische) Geschichte Wiens und Österreichs und ein Besuch in der Österreichischen Nationalbibliothek ist sowieso bereichernd in vieler Hinsicht. Während die Wiener noch immer rätseln, welches nun das Naturhistorische und das Kunsthistorische Museum am Marie-Theresien-Platz ist, finden Sie es besser gleich heraus und besuchen beide.

Für alle Konzert- und Musicalfans bietet der 1. Bezirk DEN perfekten Ort: das Ronacher. Lassen Sie sich hier von Vampiren, Löwen oder gar Mozart für einen Abend verzaubern.

Geschichte

Im Jahr 1850 schlossen sich 5 unabhängige Gemeinden zum 6. Bezirk Wiens zusammen. Nach einigem Hin & Her und kleinen Streitereien um die Bezirksgrenzen gibt es Mariahilf seit 1862 in seiner heutigen Form.
Der Name hat sogar Bezug zu Spanien: Im 16. Jahrhundert führte Don Juan de Austria, ein unehelicher Sohn Kaiser Karl V, die Schlacht gegen die Osmanen und soll angeblich des Öfteren „Maria, hilf!“ gerufen haben. Seine Gebete wurden erhört, denn er gewann die Schlacht.

Kulinarisches

Es gibt Dinge in Wien, die kann man einfach nicht ändern und das ist dann einfach so. Wie zum Beispiel: Das beste Wiener Schnitzel gibt’s beim Figlmüller und den besten Tafelspitz im Plachutta. Punkt. Aus.
Aber natürlich hat der erste Bezirk noch so viel mehr zu bieten als diese beiden Klassiker. Das Motto am Fluss ist sehr beliebt unter den Wienern und bietet neben einer tollen Aussicht auf den Donaukanal auch eine einfallsreiche Küche. Ausgezeichnete italienische Gerichte kann man im Il Melograno genießen und hervorragende japanische Küche findet man im Shiki.

Für zwischendurch und zu jeder Tageszeit lieben die Wiener ihr traditionelles Schwarzes Kameel – mit Brötchen und Spritzer in der Hand heißt es hier „sehen und gesehen werden“.

Alle Kaffeeliebhaber werden im ersten Bezirk bestimmt fündig. Zu den traditionellen Kaffeehäusern zählen das Café Diglas, das Café Alt Wien oder das Kleine Kaffee. In der K&K Zuckerbäckerei Demel kommt keine Naschkatze zu kurz und wer eine klassische Sachertorte (trotz Wartezeit) vernaschen möchte, ist im Sacher Café des gleichnamigen Hotels bestens aufgehoben.

Kunst & Kultur

Besonders hervorstechend sind die Jugendstilhäuser von Otto Wagner. Diese können Sie besonders gut bei einem Spaziergang von der linken Wienzeile Richtung Karlsplatz bewundern. Direkt in der Mariahilfer Straße befindet sich die Mariahilfer Kirche – von außen ist sie unscheinbar, aber ein Blick ins Innere lohnt sich!

Mit zwei Top Institutionen der Vereinigten Bühnen Wien hat Mariahilf auch theatertechnisch viel zu bieten: Das Raimundtheater bringt moderne Musicals auf die Bühne und im Theater an der Wien können Sie ganzjährig tolle Konzerte sehen.

Für alle museumsbegeisterten Gäste lockt das am Ende der Mariahilfer Straße gelegene Museumquartier mit sehenswerten Kunstausstellungen (Leopold Museum und MUMOK Museum). Hier ist auch am Abend viel los: Junge Leute treffen sich auf den MQ-typischen „Enzi“ Möbeln im Innenhof und verbringen dort die lauen Sommernächte. Wer also typisches Wiener Sommernachtsleben sehen möchte, schaut hier einfach mal vorbei!

Für unsere kleinen (und auch großen) Gäste empfiehlt sich das Haus des Meeres im ehemaligen Flakturm. Tipp: Am Dach des Turms gibt es ein Café mit toller Aussicht über ganz Wien. Dieses können Sie aber nur mit Eintrittskarte zur Meereswelt oder Außentreppe besuchen.